
Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf dem Pressenboden, wo große UV-Offset- und Flexodruckmaschinen nebeneinander arbeiten. Antriebe, PLC-Gehäuse sowie Entzündungsvorrichtungen für Glühbirnen erzeugen überall EMI- und RF-Störungen. Es handelt sich dabei um eine schwierige elektrische Umgebung.
Herkömmliche Lampenschutzgehäuse fangen diese Störungen auf und leiten sie direkt wieder in das Lampensystem zurück. Das Ergebnis sind Flackern, unregelmäßige Entzündungsvorgänge sowie eine instabile Spektralstruktur. Dadurch entsteht eine ungleichmäßige Aushärtung – die Werte in mJ/cm² schwanken, die Zeit bis zur Haftung ändert sich, und die Haftfestigkeit ist nicht zuverlässig.
Was technisch den Unterschied macht: Wir bauen unsere Lampenschutzgehäuse für UV-Sterilisierungsgeräte so, dass sie aus einem Quarzkörper bestehen, der für eine hohe UV-Durchlässigkeit sowie gute thermische Stabilität sorgt. Zusätzlich wird ein mehrschichtiger Störschutz hinzugefügt, der direkt am Ende der Lampe geerdet ist.
Durch diesen Störschutz werden die EMI/RF-Störungen reduziert, wodurch die Quecksilberentladung nicht beeinträchtigt wird und die Spektralkurve stabil bleibt. Bei Hochdruckquecksilberlampen bleibt die Ausgangsstärke konstant – es gibt eine starke Linie bei 365 nm für eine tiefe Vernetzung sowie ein breites UVA-Spektrum für die Oberflächenaushärtung. So bleibt die maximale Strahlungsintensität konstant.
Die Geometrie des Schutzgehäuses sorgt dafür, dass die Lampe auf der Brennweitenachse des Reflektors bleibt. Dadurch wird das Streulicht reduziert und die Dosis gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt.
Warum das in der Praxis funktioniert: In einem Druckraum mit mehreren Maschinen sorgt der Störschutz dafür, dass die Entzündungsenergie sowie die Leistung der Lampe stabil bleiben – auch dann, wenn nahegelegene Antriebe gestartet oder gestoppt werden. Dadurch entsteht eine konstante Aushärtungsenergie, weniger Produkte mit unvollständiger Aushärtung und ein stabiles Verhalten der Lampe von Schicht zu Schicht.
Das bedeutet weniger Pausen zur Behebung von Problemen, weniger Ausschuss sowie weniger Stillstandzeiten wegen der Unregelmäßigkeiten bei der Aushärtung.
Die wichtigen Details: Die Erdung muss über einen Weg mit niedriger Impedanz mit dem Maschinenrahmen verbunden sein. Wenn der Erdkreis schwach ist, funktioniert der Störschutz nicht mehr.
Außerdem hängen Länge und Passform des Schutzgehäuses von der Anwendung ab. Überprüfen Sie die Abstände zum Reflektor und zur Lampebasis. Jeder Kontakt, der die Position des Lichtbogens verändert, kann die Spektralstruktur beeinträchtigen.