
In einer Flexodruckanlage sind unscharfe Kanten sowie Farbverfärbungen nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie führen zu Materialverschwendung, erneuten Bearbeitungsschritten und verspäteten Lieferterminen. Der übliche Grund dafür ist eine instabile UV-Strahlungsintensität: Wenn die Intensität der Lampe schwankt, wird die Reaktion des Photoinitiators ungleichmäßig – dadurch steigt der „Dot Gain“.
Was wirklich wichtig ist: Wir bauen die Lampe um einen Hochdruck-Merkurydampflampen herum, wobei die Strahlung auf den Bereich von 365 nm abgestimmt wird – dort härten die Standard-Etikettenfarben am besten aus. Die maximale Strahlungsintensität bleibt über die gesamte Lebensdauer der Lampe innerhalb von ±2 % konstant. Dank elektrodener mit geringem Abbauprozess sowie eines dichroitisch beschichteten Reflektors bleibt das Spektrum konstant. Ozongefreie Quarzkörper sorgen für eine sichere Arbeitsumgebung und reduzieren die Wartungskosten.
Warum das bei Flexodruckpressen wichtig ist: Bei Flexodruckpressen ist die Zeit, in der die Farben aushärten müssen, sehr begrenzt. Eine stabile Strahlungsintensität bedeutet, dass die Vernetzung der Farbstoffe von Druck zu Druck konstant bleibt – dadurch bleiben die Halbtöne stabil und es kommt zu keinem Verlust der Farbqualität. Das klare Intensitätsprofil verhindert außerdem, dass Wärme auf die dünnen Schichten übertragen wird – dadurch wird die Verformung des Materials verringert und die Druckgeschwindigkeit erhöht. Das Ergebnis sind präzisere Druckergebnisse, weniger Fehler sowie Farben, die von Druck zu Druck konstant bleiben.
Praktische Tipps: Passen Sie die Strahlungsintensität der Lampe an die erforderliche Energiedichte Ihrer Tinte an. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Lampe gut mit der Geometrie der Aushärtungsstation sowie der Brennweite des Reflektors zusammenarbeitet. Überprüfen Sie zudem die Toleranzen der Stromversorgung sowie den Kühlstrom – bei unzureichender Kühlung beschleunigt sich der Abfall der Strahlungsintensität. Planen Sie außerdem die Ausrichtung der Lampe sowie die Überwachung ihres Lebenszyklus ein, damit die Strahlungsintensität zwischen den vorgesehenen Austauschzeiten nicht schwankt.