
In der Kältelagerung und in der Logistik der Kältekette versagt die UVC-Desinfektion, wenn die Leistung der Lampen abnimmt. Bei -20°C haben herkömmliche Quecksilberlampen Schwierigkeiten mit der Zündung des Lichtbogens, einer unstabilen Entladung sowie einer geringen Spektralleistung. Die praktische Folge ist eine unvollständige Oberflächendesinfektion – und somit auch keine vollständige Keimkontrolle.
Was wir technisch berücksichtigen:
Wir bauen die Lampen um einen Quarzkörper herum, wobei die Quecksilberdampfentladung so eingestellt wird, dass sie bei niedrigen Temperaturen funktioniert. Der Abstand zwischen den Elektroden sowie der Druck im Glaskörper werden so festgelegt, dass die Zündspannung konstant bleibt und die UVC-Leistung – typischerweise bei 254 nm – auch nach wiederholten Temperaturschwankungen stabil bleibt.
Ein spezielles Elektrodendesign verkürzt die Zündzeit. Zudem reflektiert eine patentierte Dichroikbeschichtung das UVC-Licht zurück auf die zu desinfizierenden Flächen, während gleichzeitig Wärmeverluste aus dem Glaskörper minimiert werden. Die maximale Strahlungsintensität bleibt über die gesamte Lebensdauer der Lampe innerhalb von ±5% konstant. Die Leistung der Lampe wird dabei an den Anforderungen bezüglich der Mikrobenbekämpfung ausgerichtet – nicht an einem bestimmten Leistungswert in Watt.
Warum das bei niedrigen Temperaturen funktioniert:
In einer Umgebung von -20°C bleibt die UVC-Leistung der Lampe konstant. Dadurch sind die Desinfektionszyklen auf Förderbändern, Paletten und Verpackungsflächen vorhersagbar. Der Quarzkörper kann thermische Schocks durch schnelles Öffnen der Türen oder kalte Luftströme ohne Risse überstehen.
Der Energieverbrauch bleibt konstant, da der Lichtbogen keine Stabilität suchen muss. Zudem sorgt die Geometrie des Reflektors dafür, dass das UVC-Licht genau dorthin gerichtet wird, wo es benötigt wird. Das bedeutet eine konstante Keimreduzierung, weniger Prozessabweichungen sowie längere Zeitabstände zwischen dem Austausch der Lampen in Kühlräumen und Kühltransportern.
Die wichtigen Details:
Quecksilberlampen, die für niedrige Temperaturen geeignet sind, sind empfindlich bezüglich der Abstimmung des Ballasts. Es sollten Ignitoren und Treiber verwendet werden, die für niedrige Quecksilberlasten geeignet sind. Zudem muss sichergestellt werden, dass das System die erforderliche Startspannung erreichen kann, ohne die Elektroden zu überlasten.
Falls die Lampe in bebauten Bereichen verwendet wird, sollte sichergestellt werden, dass es sich um Quarzlampen handelt, die kein Ozon erzeugen. Zudem sollte die Oberfläche der Lampe sauber gehalten werden – Eisbildung verstärkt nämlich die Streuung des UVC-Lichts und verringert somit die Wirksamkeit der Desinfektion.